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Selfness mit Yoga und Ayurveda

Ayurveda Ernährung

Montag, 11. November 2019
Kürbisgemüse

Regionale Ayurveda Küche aus heimischen Produkten genießen...

Es muss nicht immer indisch sein!

Eines der Kernstücke des ganzheitlichen Gesundheitssystems Ayurveda ist die Ernährungslehre. Nach ayurvedischer Vorstellung hat die Nahrungsaufnahme zwei Aspekte: Sie versorgt uns mit den nötigen Bausteinen des Lebens und sie dient der Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung des körperlichen, geistigen und seelischen Gleichgewichts. 
Abgestimmt auf den jeweiligen Konstitutionstypen sorgen die passenden Lebensmittel für einen gesunden Körper und einen ausgeglichenen Geist. 

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Die Nahrung bildet den vitalen Atem aller Lebewesen.
Ausstrahlung, Fröhlichkeit, eine gute Stimmung, Leben, Vorstellungskraft, Glück, Zufriedenheit und Immunkraft 
hängen alle von ihr ab.

Eine gesunde Ernährung bedeutet in der Ayurveda, dass jeder Mensch seiner persönlichen Konstitution und Lebensweise entsprechend seine Nahrung auswählen und zubereiten sollte. Je nachdem, wie sein Stoffwechsel arbeitet, kann man unterschiedliche Speisen besser oder schlechter verdauen. Das Sprichwort „Du bist, was du isst“, ist bei uns sehr bekannt. In der Ayurveda heißt es „Du bist, was du verdaust“, denn je nach Konstitutionstyp kann die Verwertung von Nahrungsmittel sehr unterschiedlich sein und damit könnten im schlimmsten Fall die wertvollsten Speisen den Verdauungstrakt nahezu unverdaut wieder verlassen. 

Ayurvedisch kochen und würzen

Ayurvedisch zu kochen hat übrigens nichts mit asiatischer Kochkunst zu tun. Die grundlegenden Prinzipien sind in den meisten Küchen der Welt wieder zu finden.
Unter anderem sollte:
•    die Nahrung vorwiegend warm, schonend und frisch zubereitet sein
•    man eiskalte Getränke vermeiden, sie schwächen die Verdauungskraft
•    man heißes Wasser zu den Mahlzeiten trinken

Wer ein ayurvedisches Kochbuch aufschlägt, verliert schon mal die Lust auf eine ayurvedische Ernährung. Zu exotisch erscheinen manche der Lebensmittel, etwa Gewürze wie Asafoetida und Lilienblüten oder Zutaten wie Nackthafer und Tamarindenpaste. Um die ayurvedische Ernährung für uns alltagstauglich und vertraut zu gestalten, kann man aber sehr gut auf heimische Zutaten ausweichen. Wichtig ist dabei, dass die Grundnahrungsmittel aus der näheren Umgebung stammen. 
Ayurveda versteht das Konzept Desha oder Heimat als einen zentralen Faktor. Die Grundnahrungsmittel sollen aus der Region stammen. Es heißt, die höchste Heilkraft haben die Lebensmittel, die im Umkreis von 90 Kilometer um den Wohnort wachsen. Sie können vom Körper leichter verstoffwechselt werden und geben dadurch mehr Energie frei. 

Fischers Fritz fischt frische Nahrung

Häufig jedoch verzehren wir Nahrungsmittel, die unser Körpersystem nicht kennt und deshalb nicht verträgt. Es ist unsinnig, angeblich so gesunden Tofu zu verspeisen, wenn das Soja aus gerodeten Regenwaldgebieten stammt. Die Suche nach mehr Lebensenergie beginnt beim Bauern im Dorf oder auf dem Wochenmarkt. Regionalität ist ein wichtiger Faktor für eine gesunde und schmackhafte Ernährung. Die Kunst liegt darin aus dem Verfügbaren auf einfache Art und Weise eine leckere Alltagskost zu zaubern. 
Schauen wir zum Beispiel auf heimische Produkte: Statt Gerste mit Curry und Koriander anzubraten und mit Okras und Bittergurken zu kochen, macht man bei uns einen Eintopf aus Gerste, Karotten und Weißkohl. Statt mit Curry würzt man mit frischer Petersilie - sie regt den Stoffwechsel ebenso an. Wer entgiften will, kann im Sommer auch einfach den Garten plündern und aus Löwenzahn oder Brennnessel Tee, Suppen oder Pesto kochen.

Im Ayurveda – der Wissenschaft vom langen, gesunden und erfüllten Leben – spielt unsere Ernährung eine wesentliche Rolle. Einerseits brauchen wir täglich qualitativ hochwertige Nahrung, um alle Stoffwechselvorgänge optimal zu unterstützen und „Verbrauchtes“ wieder zu ersetzen. Andererseits ist es bei der Ayurveda Ernährung wichtig, individuell jeden Menschen nach Alter, Lebenssituation und Konstitution zu betrachten.
Denn was dem einen gut tut, ist für den anderen womöglich im wahrsten Sinne des Wortes „schwer verdaulich“. Und damit sind wir bei einem wesentlichen Verständnis aller Stoffwechselvorgänge im Körper angekommen: im Ayurveda gilt nicht nur „du bist, was du isst“, sondern „du bist, was du verdaust“. Wenn die Verdauungskraft oder das Verdauungsfeuer – das Agni – schwach ist, kann Nahrung, egal wie hochwertig und gesund sie auch sein mag – nicht gut verdaut, aufgeschlüsselt und dem Körper verfügbar gemacht werden.
Daher dreht sich bei der Ayurveda Ernährung ganz viel um dieses Thema: wie kann ich mein Agni, mein Verdauungsfeuer, optimal unterstützen? Ist Agni schwach, führt das zu Blähungen, Verstopfung oder Durchfall und anderen unangenehmen Beschwerden im Verdauungstrakt. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Stimmungsschwankungen können Folge davon sein. Anstatt uns die nötige Lebensenergie aus der Nahrung zu holen, hat der Körper Mühe, das Gegessene überhaupt verdauen, verwerten und aufnehmen zu können. Was uns neue Energie schenken sollte, kann so zu unnötigem Ballast werden.
Auf der Basis der drei Grundtypen und ihrer Mischformen erklärt es sich, warum zwei Menschen, die die gleichen Nahrungsmittel zu sich nehmen, manchmal völlig verschieden darauf reagieren. Ein gesunder Mensch spürt genau, welche Nahrungsmittel ihm bekommen und welche nicht. Alles, was er gern isst, braucht sein Organismus, um gesund zu bleiben. Oder anders ausgedrückt: richtige Ernährung ist Medizin. Und je nachdem, welche Nahrung er zu sich nimmt, werden die Doshas positiv wie negativ beeinflusst.
Sind die drei Regelkräfte des Geist-Körper-Systems nicht in Balance, entstehen Störungen und Krankheiten. Um das Gleichgewicht zu erhalten beziehungsweise wieder herzustellen spielt die Ernährung eine wichtige Rolle.
Im Gegensatz zu anderen Ernährungsrichtlinien kennt Ayurveda jedoch keine strengen Vorschriften oder Verbote. Ayurveda gibt individuelle Empfehlungen abgestimmt auf die persönliche Situation jedes Einzelnen.
In der Ayurveda-Küche unterscheiden wir sechs verschiedenen Geschmacksrichtungen. Jede von ihnen entsteht durch die Präsenz einer Kombination von zwei vorherrschenden Elementen.

Geschmacks-
richtung

(Rasa)

Wirkung 

Besänftigt 

Vermehrt 

Süß

Schwer, kühlend, stark nährend,

Pitta & Vatta

Kapha

Sauer

Erhitzend, austrocknend 

Vata

Pitta & deutlich weniger Kapha 

Salzig

Erhitzend, klebrig, schwer 

Vata

Pitta und im Übermaß Kapha

Scharf

Erhitzend, leicht, austrocknend 

Kapha

Pitta und Vata 

Bitter

Leicht, kühlend, rau, nicht klebrig 

Kapha und Pitta

Vata

Herb

Austrocknend, kühlend, schwer

Pitta und Kapha

Vata

Ayurvedisch Kochen heißt:

Alle sechs Geschmacksrichtungen (Rasa) in einer Mahlzeit zu vereinen: süß, sauer, salzig, bitter, scharf und herb.
Den Wandel der Jahreszeiten, die Konstitution eines Menschen (Prakruti) und seinen momentanen, eventuell gestörten Gesundheitszustand (Vikriti) zu beachten.
Das Verdauungsfeuer (Agni) zu stärken sowie die Verdauung (Samana) und die Ausscheidung (Apana) anzuregen.
Durch eine gezielte Auswahl an Nahrungsmitteln, Gewürzen und den Stoffwechsel anregenden Zubereitungsmethoden alle fünf Sinne anzusprechen. 
Die richtigen Nahrungskombinationen zu wählen und damit eine Art „ayurvedische Trennkost“ zu praktizieren

Gewürze als Juwelen der Verdauung

Ausgewählte Gewürze, aber eben auch die in Europa gebräuchlichen Küchenkräuter, sprechen alle sechs in der ayurvedischen Küchenlehre wichtigen Geschmacksrichtungen an. Die einseitige Wirkung von Nahrungsmitteln wird mit ihnen ausgeglichen. Die süße, kalte, klebrig-schleimige Wirkung von Milch wird bei Desserts auf Milchbasis beispielsweise durch das seit dem Mittelalter bei uns bekannte Kardamom neutralisiert. Thymian oder Rosmarin werden bei stärkehaltigen Gerichten wie Kartoffeln genutzt. Ein Kohl- oder Linsengericht wird stets Kreuz- oder normalen Kümmel enthalten, um die blähende Wirkung auf ein Minimum zu reduzieren.

Harmonische Ernährung für jede Konstitution

Die Ayurveda lehrt uns eine Ernährungsweise, welche das physische wie psychische Wohlbefinden stärkt. Jeder Konstitutionstyp neigt zu bestimmten Beschwerden und hat spezifische Eigenschaften und Neigungen, welche sich in dem konstitutionstypischen Lebensstil und in den Ernährungsgewohnheiten widerspiegeln. Diese richtig zu interpretieren und liebevoll in Harmonie zu bringen ist die Kunst der ganzheitlichen Ernährungslehre. 
•    Bei einem Zustand von erhöhtem Vata wie Erschöpfung, extreme Sensibilität oder starken Stimmungsschwankungen wird der Drang nach Salzigem und Saurem fast unwiderstehlich. 
•    Bei Brennen, großer Hitze, geröteten Augen und ein erhitztes Gemüt sind untrügliche Zeichen für zu viel Pitta im Körper. Den natürlichen Ausgleich suchen wir dann in Speisen und Getränken mit süßem und bitterem Geschmack. 
•    Ein starkes Jucken, Appetitlosigkeit, Wasseransammlungen und Lethargie weisen auf zu viel Kapha-Energie hin. Der Drang zu scharfen und bitteren Speisen wird stärker, denn der Körper such nach Ausgleich.


Leckeres aus unserer Hotelküche:

Gemüseragout vom Hokkaidokürbis...


Ernährungstipps für jeden Dosha-Typ 

Wie können wir jede Mahlzeit uneingeschränkt genießen, uns dabei gut und zufrieden fühlen und gerad dadurch das Normalgewicht erreichen? Ein Schlüssel dazu liegt für den Ayurveda in der Wahl der richtigen Nahrung und Gewürze. Hier stellen wir ein die wichtigsten Empfehlungen für jeden individuellen Typ vor. 

Ein individueller Ernährungsplan für Vata 

Menschen mit einer dominanten Vata-Konstitution sind echte Feinschmecker. Sie verfügen über einen ausgesprochenen feinen Gaumen und können die Qualität der Speisen gut wahrnehmen. Diese Gabe ermöglicht es der Vata-Konstitution, energiereiche und bekömmliche Speisen intuitiv auszuwählen und damit den Körper und Geist zu befriedigen. 
Ein ausgeprägtes Vata macht sich oft durch einen unregelmäßigen Appetit und eine tief greifende Abneigung gegen Routine in den Ernährungs- und Lebensmittelgewohnheiten bemerkbar. Das Verdauungsfeuer arbeitet meist unregelmäßig und schwankend, das heißt manchmal können nahezu alle Lebensmittel gut resorbiert werden, zu anderen Zeiten treten starke Blähungen, ein aufgedunsener Bauch und eine wechselhafte Verdauung (meist mit Verstopfung) als Folge eines schweren Essens auf.

Speiseplanempfehlung für Vata 

Frühstück 
Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit für Vata, da wir am Morgen über den Energiestatus des ganzen Tages bestimmen. Warmer Getreidebrei aus Reis- oder Weizenflocken mit etwas Ghee und Vollkornzucker, gebackene Bananen oder gedünstete Birnen, auch Trockenfrüchte, frische süße Früchte wie Trauben und Mango sind empfehlenswert. Heiße Milch mit Safran, Kardamon und Zucker ist ebenfalls ein sehr gutes Vata-Frühstück. 
Mittagessen 
Ein leicht verdauliches Mittagessen mit viel Reis, milden Gemüsen wie z.B. Karotten, Fenchel, Aubergine und Zucchini ist sehr empfehlenswert. Süßes Dessert und ein fruchtiges Chutney runden die vollwertige Mahlzeit ab. 
Verzichten sollte man auf tierisches Eiweiß und Hülsenfrüchte. Ebenso kann auch Salat nicht so gut verdaut werden und sollte nur in kleinen Mengen genossen werden. 
Abendessen
Eine warme Suppe nährt Leib und Seele von Vata am Abend. Dazu können Kartoffel, Teigwaren, süße Gemüse mit beruhigenden Gewürzen gegessen werden. 
Sonstiges
Für Vata ist Naschen zwischendurch erlaubt, da Sie aufgrund ihres labilen Agnis öfters essen dürfen. Erlaubt sind neben einer kleinen Obstmahlzeit am Vormittag, einen Keks mit einen guten Chai, Trockenfrüchten oder eine kleine Reiswaffel mit Butter und Honig am Nachmittag. 


 Ein individueller Ernährungsplan für Pitta 

LinsengemüseIst die Konstitution das Pitta ausgeprägt ist, so ist das Verdauungsfeuer von Natur aus stark und stabil und die betreffende Person besitzt viel Energie, Lebenskraft und eine robuste Gesundheit. So vertragen diese Menschen nahezu alle Speisen und können die Ernährungs- und Verdauungsprobleme anderer auf gar keine Weise nachvollziehen. Das einzige Ernährungsproblem, das sie kennen, ist ständiger Hunger und schlechte Laune, wenn das Essen nicht schnell genug verfügbar ist. 
Leiden wir unter Pitta-Störung, so drückt sich dies zuerst durch starkes Schwitzen, eine rote Gesichts- und Hautfarbe sowie ein gereiztes Gemüt aus. Der Stoffwechsel übersäuert, und es können Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, Sodbrennen und Kopfschmerzen auftreten. 

Speiseplanempfehlung für Pitta

Frühstück 
Pitta ist bereits am Morgen sehr hungrig und hat starke Verdauungssäfte. Empfohlen werden Waffeln oder Getreidebei aus Haferflocken, Dinkel und Weizen. Dazu Ghee, Süßmittel und gedünstete Früchte. Doch auch ein Vollkorntoast mit Butter und Honig oder ein paar Nüsse sind erlaubt. Warme Milch mit Safran, Kardamon und Rasayana-Kräuter schenkt Energie für den ganzen Tag. 
Mittagessen 
Das Mittagessen ist die wichtigste Mahlzeit für einen Pitta-Typ, denn hier bekommt er alle Aufbaustoffe, die sein kraftvoller Organismus braucht. viel Salat, Hülsenfrüchte, süße und bittere Gemüse sowie vollwertige Getreideprodukte sind eine gute Grundlage für ein kräftiges Pitta-Mittagessen. Der Nachtisch ist ein Pitta-Therapeutikum und darf bereits zu Beginn der Mahlzeit gegessen werden. 
Abendessen
Am Abend sind Wurzelgemüse, Kartoffeln und Getreide besonders hilfreich, um den Körper zu nähren und zu entsäuern. 
Sonstiges
Regelmäßige Bewegung am Morgen oder Nachmittag schenkt innere Ruhe, Gelassenheit und Freude.

Ein individueller Ernährungsplan für Kapha

Kapha-Menschen verfügen über ein enormes Harmoniebedürfnis und sind bereit, für den täglichen Frieden viel wegzustecken. Leider kompensieren Sie innere Unruhe, Stress oder Überlastung mit viel Essen, sodass der Nahrungsüberschuss ihr Kapha-Dosha leicht aus dem Gleichgewicht bringt. 
Ist das Kapha im Dosha-Gefüge vorherrschend, so sind der Stoffwechsel und die Verdauung eher träge und das Agni schwach. Die Nahrung wird nur langsam verdaut, und wir fühlen und müde, träge und antriebslos. Das Leben verliert seinen Glanz und eine tiefe Schwermut nimmt überhand. Diese düsteren Gedanken und Gefühle können dann wieder am besten mit leckerem Essen vertrieben werden und das Kapha erhöht sich weiter. In dieser Spirale bildet der Körper durch mangelnde Bewegung und Ausscheidung ein Übermaß an Ama – es kommt zu Übergewicht, aufgeschwemmtem Körpergewebe und starker Verschlackung. 

Speiseplanempfehlung für Kapha

Frühstück
Das Frühstück sollte spät wie möglich eingenommen oder ganz vermieden werden. Ein heißes Ingwerwasser, eine Reiswaffel oder kleiner Gerstenflockenbrei genügt dem trägen Kapha-Angi als Starter in den Tag 
Mittagessen 
Verwendet werden sollten verdauungsanregende Gewürze der ayurvedischen Küche, bevorzugt alle bitteren und herben Gemüse. Etwas Reis, Hülsenfrüchte und ein scharfes Curry runden das Mittagsmahl ab.
Auf den Nachtisch sollte verzichtet werden!
Abendessen 
Das optimale Abendessen besteht aus Getreide und Gemüse. Bratlinge oder Eintöpfe mit Hirse, Gerste, Mais und Quinoa mit allen Arten von Gemüse sind besonders empfehlenswert. 
Sonstiges
Vermieden werden sollten alle Zwischenmahlzeiten. 

Mischtypen Vata-Pitta 

Menschen mit einer Vata-Pitta-Konstitution sind wie geschaffen für den modernen Lifestyle. Sie sind attraktiv und lebendig, besitzen einen wachen Geist und können sehr gut kommunizieren. 
Leider mischen sich aber nicht nur die positiven Eigenschaften der Doshas. Im Gegenteil, viele Menschen mit Vata-Pitta-Konstitution leiden im Störungsfall unter Disharmonie beider Körperenergien, was sich häufig in Nervosität und Unruhe, innerer Anspannung und Reizbarkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Hautunreinheiten und einem empfindlichen Magen äußert. 

Konstitutionsbezogene Speiseplanempfehlung für Vata-Pitta

 Frühstück 
Bevorzugt werden sollte ein warmes und leichtes Frühstück. Ein Getreidebrei aus Hafer-, Dinkel-, oder Reisflocken mit Trockenfrüchten, Vollrohrzucker und ein wenig Zimt ist ein guter Start in den Tag. Auch Toastbrot mit Honig oder Fruchtaufstrich, gedünstete Früchte und eine Tasse heiße Milch mit Safran, Kardamon und Vollrohrzucker stellen ein gutes Frühstück dar. 
Mittagessen 
Das Mittagessen ist bei Pitta dominant und so sollte man Salat oder etwas zarte Rohkost aus Fenchel, Karotte, Gurke, Radieschen oder frische Sprossen einnehmen. Ebenso wichtig ist das süße Dessert. Ein cremiger Mandelpudding, Kokosflan oder Grießhalva zerschmelzen auf der Zunge und schenken Zufriedenheit, Entspannung und Kraft. Als Hauptgang können frisches Gemüse mit Pasta, Kartoffeln oder Getreide serviert werden. 
Abendessen
Zum Abendessen sollte auf den Ausgleich des Vata-Anteils geachtet werden. Hier eignen sich warme, kräftige Suppen, leichte Pasta-Gerichte sowie Kartoffel und Gemüse. Brot mit Butter und vegetarische Aufstriche runden das Angebot ab. 


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Mischtypen Vata-Kapha

Menschen mit einer Vata-Kapha-Konstitution sind äußerst interessante Persönlichkeiten, die immer wieder neue Überraschungen offenbaren. Die ausgeprägte Dominanz der gegensätzlichen Elemente Luft, Erde und Wasser zeigt sich in vielschichtigen Eigenschaften auf der körperlichen Ebene. Zum einen schenkt der Vata-Anteil die Leichtigkeit, Kreativität und Unbeständigkeit. Das kann sich z.B. in einem schlanken Körperbau, schneller Sprachweise und innerer Unruhe zeigen. Der Kapah-Anteil hingegen zeigt sich durch schwere, Stabilität und Feuchtigkeit. So kann die Haut sehr dick sein, zu Wassereinlagerungen und Cellulite neigen, oder die Person ist stark auf Sicherheit und Tradition bedacht. 

Konstitutionsbezogene Speiseplanempfehlung für Vata-Kapha

Frühstück
Am Morgen ist der Stoffwechsel meist noch träge und alle Körperfunktionen laufen erst an. Trinken Sie deshalb am Morgen einen anregenden Tee mit Ingwer, Süßholz und Pfeffer und nehmen Sie nur ein leichtes Frühstück ein. Reiscraker mit etwas Ghee und Honig oder einen Getreidebrei aus Gerste oder Reis. Herzhafte Brotaufstriche oder gedünstete Früchte können den Speiseplan variieren. Schwere Vollkornbrote sollten vermieden werden.  
Mittagessen
Zum Mittagessen empfiehlt sich ebenfalls eine warme Mahlzeit mit viel leicht verdaulichen Gemüsen. Anregende Gewürze und frische Kräuter machen den Körper besonders fit und schenken Frische und Vitalität. Im Grunde können Sie alles essen nur nicht zu viel. 
Abendessen 
Aufgrund der Vata-Kapha-Konstitution sind Sie am Abend oft müde und regenerationsbedürftig. So ist der Wunsch nach einem leckeren Abendessen
und einem guten Glas Wein oft sehr ausgeprägt. Wenn dies vor 20:00 Uhr gelingt, so lässt sich dagegen nichts einwenden. Vermieden werden sollten Eier und Fisch am Abend, da diese den Körper kühlen und schwer machen.
Sonstiges
Es ist für die Vata-Kapha-Konstitution typisch, am Nachmittag ein kleines Energieloch zu verspüren. Ein anregender Kräutertee oder auch einmal ein Yogi-Tee mit Milch kurbeln die erschöpften Kräfte wieder an.

Mischtypen Pitta-Kapha

Wenn es eine Power-Konstitution gibt, dann ist es Pitta-Kapha-Konstitution. Mit einer schier unerschöpflichen Energie verfolgen diese Mensch unbeirrt ihre Ziele und lassen sich durch fast nichts aufhalten. Der Körper erfreut sich einer sehr guten Gesundheit und Ausdauer. Belastungen durch viel Arbeit, falsches Essen und Stress machen sich erst nach vielen Jahren Raubbau bemerkbar. Und der Geist ist ebenfalls von Klarheit und Ruhe, Scharfsinn und Geduld, Zielstrebigkeit und Gelassenheit geprägt. 
Die Verdauung und der Stoffwechsel eines Pitta-Kapha-Menschen sind unkompliziert, dass sie sich erst dann über ihre Ernährung Gedanken machen, wenn irgendetwas aus dem Lot geraten ist. Und dies hängt meistens mit Magenproblematik zusammen, die sich nach einigen Jahren Raubbau mit den körpereigenen Reserven einstellen. Magendrücken, Magenbrennen, Mykosen oder Übersäuerung treten auf und fordern diese unverwüstliche Konstitution auf, den Lebensstil nicht nach den ehrgeizigen Zielen zu gestalten, sondern auch mit den eigenen Bedürfnissen.

Konstitutionsbezogene Speiseplanempfehlung für Pitta-Kapha

Frühstück 
Es ist gut möglich, dass Sie bereits am Morgen einen guten Appetit verspüren. Tun Sie sich jetzt keinen Zwang an, sondern beginnen Sie den Tag mit leckeren Honigbrötchen, frisch gebackenen Waffeln oder einem leckeren Grießbrei. Trockenfrüchte und ein paar Nüsse können das Frühstück ergänzen. 
Mittagessen 
Bitte nehme Sie das Mittagessen nicht zu spät ein, und legen Sie besonders große Wert auf eine große Portion Salat mit frischen Kräutern und wenn möglich ein paar Keimlingen. Würzen Sie Ihr Gemüse und Getreide mit Kurkuma, Ingwer und Bockshornklee und achten Sie darauf, mindestens ein grünes Gemüse (Spinat, Mangold, Zucchini, o.ä.) zu jeder Mahlzeit zu essen. Ein kleiner Nachtisch darf das Menü abrunden. 
Abendessen
Als Pitta-Kapha-Typ dürfen Sie die obligatorische Ayurveda-Suppe am Abend auch einmal ausfallen lassen. Vielmehr sind nun wieder die bitteren und natürlich süßen Nahrungsmittel gefragt. Gedünsteter Chicorée mit einem leckeren Kartoffelgratin, Artischocken mit Avocado-Dip oder einfach nur ein leckeres Brot mit vegetarischen Brotaufstrich und ein bisschen gegrilltes Gemüse aus dem Backofen sind ein paar Beispiele für ein gutes und schnelles Essen. 


Vata-Pitta-Kapha

Sollten Sie eine so genannte Sama-Dosha-Konstitution besitzen, die sich nahezu aus den gleichen Anteilen aller Elemente zusammensetzt, so gehören Sie zu den wenigen Auserwählten, die mit einem großen natürlichen Gleichgewicht in Körper und Geist geboren werden. 
Die meisten Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens Störungen aus einem Ungleichgewicht der Doshas, wie z.B. die Schlafstörung, des Vta, die Reizbarkeit des Pitta und die Wasseransammlung des Kapha. Doch nur wenige Menschen haben von Grund auf alle Doshas im Positiven gleichmäßig verteilt. 
Eine ausgewogene Tridosha-Konstitution macht sich dadurch bemerkbar, dass es keine extremen Konstitutionseigenschaften gibt. Körper, Geist und Seele sind wirklich im Gleichgewicht und alle Eigenschaften und Funktionsweisen in ausreichendem Maße vorhanden. 
Dementsprechend einfach ist es auch, sich gesund und konstitutionsgerecht zu ernähren. Solange extreme Lebensgewohnheiten oder Ernährungsfehler vermieden werden, so ist so gut wie alles erlaubt. Sobald jedoch durch äußere Störfaktoren oder einseitige Lebensweise ein Dosha unnatürlich erhöht wird, gerät die sonst so ausgewogene Tridosha-Konstitution aus dem Gleichgewicht und muss nun durch eine kurzzeitige Diät mit den klassischen Ernährungsempfehlungen zum Dosha-Ausgleich wieder zur ursprünglichen Verteilung zurückfinden. 

Konstitutionsbezogene Speiseplanempfehlung für Vata-Pitta-Kapha

Frühstück
Genießen Sie mit einem leichten Frühstück den guten Start in den Tag. Von Reiswaffeln mit Butter und Honig, Getreidebrei, leichtem Toastbrot oder selbst gebackene Waffeln, solange Sie am Morgen nicht zu viel essen, können Sie ruhig verschiedene Früchtevariationen ausprobieren. Auch frische Früchte, gedünstete Früchte oder Trockenobst sind am Morgen gut verträglich. 
Mittagessen 
Ein großer Salat, ein warmes Hauptgericht und ein geschmacksintensives Chutney sind hier besonders wichtig. Von Ihrer Konstitution her können Sie sehr gut als Vegetarier leben, da eine reine Ernährung Ihrem geistigen und spirituellem Wesen sehr gut tut. Essen Sie nicht zu viel Fleisch oder vermeiden Sie es ganz. Stattdessen sind Nüsse, Hülsenfrüchte und ein wenig Milchprodukte sehr zu empfehlen.
Abendessen 
Je nachdem wie viel Hunger Sie am Abend haben, sollten Sie Ihre Mahlzeit nach den persönlichen Bedürfnissen zum Ausgleich des Tages gestalten. Sehr gut sind auch nur Gemüse mit Ghee zu essen. Doch auch Getreide, Kartoffeln, Teigwaren, Suppen und Brot sind empfehlenswert.  

Mit der richtigen Ernährung zum individuellen Dosha-Gleichgewicht

Mit ein wenig Basiswissen könnt ihr eure Dosha-Balance unterstützen. Richtige Lebensmittel die den Körpertyp unterstützen sind die Basis für Gesundheit und Wohlgefühl.
Essen soll euch Freude bereiten und ein gutes Gefühl hervorrufen.

 


 

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18.00 bis 19.30 Uhr Abends
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