In unserem Verdauungssystem tummeln sich unzählige mikroskopisch kleine Helfer, die Enzyme. Diese Enzyme verarbeiten unsere Nahrung. So kann unser Körper die einzelnen Inhaltsstoffe in der Nahrung gut verwerten. Fehlt uns ein Enzym oder haben wir zu wenig davon, werden bestimmte Inhaltsstoffe in der Nahrung nicht richtig aufgespalten. Der Körper kann diese Stoffe nicht aufnehmen.
Die häufigsten Unverträglichkeiten sind die Laktose-Unverträglichkeit (Laktose = Milchzucker) und die Gluten-Unverträglichkeit (Fachwort: Zöliakie).
“Der Mensch lebt nicht von dem was er isst, sondern von dem was er verdaut.” aus der Caraka Samhita
Jeder ist anders. Was dem einen gut tut, kann für den anderen zu Problemen führen.
Ein gutes Verdauungsfeuer ist Grundvoraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden. Anhaltende Verdauungsstörungen schwächen Gesundheit und Vitalität und sind nach Auffassung des Ayurveda Ursache vieler Krankheiten. Wie gut wir Speisen vertragen und wie sehr wir von den darin enthaltenen Nährstoffen profitieren, hängt sehr davon ab, wie gut unser Verdauungs- und Stoffwechselsystem die Nahrung aufnehmen und verwerten kann. Denn die besten Nahrungsmittel nützen unserem Körper nichts, wenn er sie nicht verdauen kann.
Jeder Mensch hat eine individuelle Ausprägung der sogenannten
Doshas. Diese einzelnen Doshas (Vata, Pitta & Kapha) wirken sich ganz unterschiedlich auf unsere Verdauung aus. Durch wissenschaftliche Studien hat man zB herausgefunden, dass besonders viele Vata-Typen an Reizdarm, Verdauungsproblemen & Intoleranzen leiden.
Pitta-Typen wiederum, die sehr stark mit Entzündungen, Überhitzungen und Durchfall auf eine körperliche Dysbalance reagieren, neigen eher zu (Pseudo-)Allergien und Hauterkrankungen.
Kapha-Typen hingegen neigen zu Übergewicht, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen.
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Einmal glutenfrei und zurück!
Der erkrankte Darm führt deswegen zu diesen Beschwerden, weil durch Entzündung der Darmschleimhäute unverdaute Nahrungsbestandteile die Darmwände überwinden können und so zu Irritationen im Körper führen können. Der erste wichtige Schritt besteht aus Vermeidung der Nahrungsmittel, die den Darm reizen. Ein gereizter Darm macht nicht nur Beschwerden im Bauch, sondern belastet das allgemeine Wohlbefinden und kann auch zu erheblichen Beschwerden in anderen Körperregionen führen. Kopfschmerzen, Migräne, Hautausschläge, chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, Gelenkschmerzen, allergische Reaktionen, Wassereinlagerungen, Kreislaufbeschwerden und depressive Verstimmungen können ihre Ursache im kranken Darm haben.
Das Weglassen von potentiell belastenden Nahrungsmitteln soll nach dem Verständnis der Ayurveda-Medizin nicht eine Dauerlösung sein, sondern eine vorübergehende therapeutische Maßnahme.
Gluten, Histamin und Laktose sind die Reizstoffe, die bei besonders vielen Menschen diese Entzündungsreaktionen verursachen. Aus ayurvedischer Sicht ist es wichtig, nicht nur die Reizstoffe zu meiden, sondern auch gezielt entzündungshemmende Maßnahmen für den Darm zu ergreifen.
Während einer reizstoffarmen Ernährung, bei der gluten-, histamin- und/oder laktosehaltige Nahrungsmittel gemieden werden, werden durch gezielte Maßnahmen aus der Ayurveda-Medizin Heilreize an den Darm gesetzt. Wenn unter der empfohlenen Schonkost die Reizdarm-Symptome abgeklungen sind, kann schrittweise eine Rückkehr zur Normalkost versucht werden.
Die Pause führt zu Regeneration
Zu den stärksten Reizen für den Darm gehören psychischer Stress und Dauerbelastung durch fortgesetzte Nahrungszufuhr. Damit die Entzündung abheilen kann, braucht der Darm vor allem eines: RUHE. Das heißt, dass Sie versuchen sollten, den Alltagsstress durch gezielte Ruhepausen zu reduzieren.
Yoga und Medtation können hier eine ideale Kombination sein.
Abstände zwischen den Mahlzeiten
Ebenso erhält unser Verdauungssystem die notwendigen Regenerationsphasen dadurch, dass wir klare Mahlzeiten einhalten und zwischen den Mahlzeiten konsequent nichts essen. Dadurch kann der Verdauungsapparat die zugeführten Nahrungsmittel konsequent zu Ende verdauen. Dadurch bleiben weniger unverdaute Nahrungsreste im System übrig, die zu Entzündungen und Reizzuständen im Darm führen.
Die Zeit, die das Verdauungssystem braucht, um die Nahrung vollständig zu verarbeiten, schwankt je nach Größe und Schwere der zugeführten Portion und Konstitutionstyp. Wenn Vata vorherrscht (dünner zartgliedriger Körperbau) und nur eine kleine Mahlzeit gegessen wurde, sollte der Abstand zwischen zwei Mahlzeiten 4 Stunden sein, bei Kapha-Konstitution und nach einer kräftigen Mahlzeit mindestens 5 – 6 Stunden. Das sicherste Signal dafür, dass der Verdauungsprozess abgeschlossen ist, ist ein kräftiges Hungergefühl. Aus der Tatsache, dass die Abstände zwischen den Mahlzeiten 4 – 6 Stunden sein sollten, ergibt sich, dass man als Erwachsener höchstens dreimal am Tag essen sollte.
Ein weiterer Punkt der beachtet werden sollte, ist die strikte Ruhepause für das Verdauungssystem in den Nachtstunden. Man sollte also spätestens um 19 Uhr die letzte Mahlzeit zu sich nehmen und dann dem Darm eine mindestens 12 – 14 stündige Ruhepause gönnen.
Auch Wasser unterstützt den Verdauungstrakt und Entgiftung
Die klassische ayurvedische Empfehlung geht dahin, während und zwischen den Mahlzeiten am besten reines Wasser oder Kräutertees zu trinken. Die Trinkmenge während des Essens sollte nicht allzu groß sein, um die Verdauungssäfte nicht zu sehr zu verdünnen. Nach jeder Mahlzeit sollte man eine Trinkpause von etwa 1 Stunde einhalten. Über den Tag verteilt sollte man ca. 2 Liter Wasser oder Tee trinken. In der Regenerationsphase des Darms ist eine
Saftfastenkur sehr empfehlenswert.
Die wichtigste Botschaft lautet: Reduzierung von Reizstoffen!
- Dünsten Sie besser anstelle des Bratens, Grillens und Frittierens.
- Vermeidung von Fleisch (Rind, Schwein, Lamm) und Wurstwaren.
- Reduzierung von alkoholischen Getränken, insbesondere Wein.
- Trinke 1,5 bis 2 Liter Wasser oder Kräutertee täglich, am besten zwischen den Mahlzeiten.
- Bevorzuge bittere Blattsalate als Beilage zum Mittagessen: Chicorée, Radichio, Endivie und Löwenzahn sind prominente Beispiele.
- Kombiniere weniger Nahrungsmittel: maximal 2 – 3 Gemüse, nur 1 Getreide, nur 1 – 2 Salatarten und nicht mehr als 5 Gewürze in einer Speise.
- Vermeide die Kombination von Milch mit Obst, Fisch, Fleisch und allen sauren Substanzen.
Satmya – Das Konzept der Toleranz
Der Begriff Satmya bezeichnet die individuelle Verträglichkeit und Toleranz gegenüber äußeren Einflüssen. Asatmya hingegen beschreibt Unverträglichkeiten und Intoleranzen. Die einfache Formel lautet: Je stärker die Toleranz, desto weniger Allergien.
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